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Physikalische Gesellschaft Zürich
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- Merkt
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
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Prof. Dr. Frdric Merkt
ETH Zrich

Rydbergatome und Rydbergmolekle hundert Jahre nach Einfhrung des Bohrschen Atommodells

Donnerstag 16. Mai 2013, um 19:30 Uhr
ETH Hauptgebude Hrsaal HG F5, Rmistrasse 101

/events/ss13/event.20130516/zeeman_decel_and_trap_150.jpg
Schematic representation of the Zeeman decelerator and magnetic quadrupole trap.

Als Balmer 1885 seine Formel zur Beschreibung des Spektrums vom Wasserstoffatom und Rydberg 1890 seine Formel zur Beschreibung der Spektren anderer Atome empirisch herleiteten, war das Elektron experimentell noch nicht nachgewiesen worden.

Im Jahr 1913 berichtete Bohr ber ein Atommodell, mit dem die Positionen der Linien im Spektrum vom Wasserstoffatom exakt berechnet werden knnen. Sein Modell enthielt bereits wichtige Elemente der Quantenmechanik und stellte die Bewegung des angeregten Elektrons um das Proton als Kreisbahnen dar. Obwohl das Bohrsche Atommodell weder mit den Gesetzen der klassischen Physik noch mit denen der Quantenmechanik ganz kompatibel ist, beeinflusst es heute noch die Art und Weise, wie wir uns die Elektronenbewegung in elektronisch hochangeregten Atomen und Moleklen vorstellen.

Solche Atome und Molekle werden heute weder als Bohr- oder als Balmer-Atome und Molekle bezeichnet, sondern als Rydbergatome und Rydbergmolekle, und die entsprechenden elektronischen Zustnde als Rydbergzustnde. Rydbergzustnde spielen eine wichtige Rolle in der Astrophysik, in der Plasmaphysik, in der Atom- und Moleklspektroskopie und in der Quantenoptik. Sie besitzen aussergewhnliche und ausserordentliche physikalische Eigenschaften, die die Grundlage einer Vielzahl wissenschaftlicher und technischer Anwendungen bilden.

Nach einer allgemeinen historischen Einleitung werde ich einige aktuelle wissenschaftliche Anwendungen atomarer und molekularer Rydbergzustnde vorstellen.

Web: https://www1.ethz.ch/xuv/


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