Die Erzeugung von Attosekundenpulsen basiert auf hoch nichtlinearer Wechselwirkung von Laserlicht mit Atomen, welche in den 1980er Jahren zum ersten Mal beobachtet werden konnte. Allerdings dauerte es bis in die frühen 2000er, bis das Phänomen ausreichend verstanden und die Technologie genügend weit entwickelt war, um tatsächlich die Erzeugung von Attosekundenpulsen experimentell nachzuweisen. Rasch folgten Experimente, welche diese Pulse für zeitaufgelöste Studien an immer komplexeren Systemen einsetzten.
Auf Grund der Trägheit der anderen Materiebestandteile beschäftigt sich Attosekundenphysik primär mit der Dynamik der Elektronen. Im Vortrag wird beleuchtet, wie die zugehörigen experimentellen Methoden Einblicke liefern, wie Anregungen mit Licht auf kürzesten Zeitskalen Ladungsträgerdichten und damit lokale elektrische Felder beeinflussen – speziell in Übergangsmetallen und Verbindungen dieser. Die gleichen Techniken zeigen auf längeren Zeitskalen aber auch, wie die sehr schnellen elektronischen Anregungen ihre Energie in andere Freiheitsgrade des Materials dissipieren. Diese Experimente liefern Erkenntnisse, welche es ermöglichen, Rezepte zur Optimierung spezifischer Eigenschaften von Materialien (z.B. effiziente Wärmedissipation) für neue Anwendungen zu entwickeln.
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